Die meisten haben eher nicht so die große Lust zum Arzt zu gehen. Doch für manche ist es ein echtes Highlight! Denn man muss nicht unbedingt krank sein, um sich von einem Arzt begutachten zu lassen.

Die Frauen werden es kennen, spätestens einmal im Jahr steht der Check-Up beim Gynäkologen an. Und genau dieser kann besonders viel Spaß machen. Die Vorfreude im Wartezimmer, wenn man weiß, nur noch wenige Minuten und man darf sich präsentieren. Der Moment, wenn man dann mit dem Namen aufgerufen wird und das Besprechungszimmer betritt. Die Vorfreude steigt, ist der Besprechungsraum doch eher uninteressant. Doch die Fragen wie es einem gehe,  ob es in letzter Zeit Probleme gegeben habe, ob mit dem Verhütungsmittel alles klappen würde, machen es schon spannender. Und dann darf man endlich in den Behandlungsraum.

 

Die Untersuchung beginnt

Das Zimmer ist in gedämpftes Licht gehüllt. Dennoch kann man die Instrumente bereit liegen sehen. Der Stuhl im Mittelpunkt des Raumes. Und ich spüre ein Kribbeln zwischen meinen Beinen.

Der Arzt setzt sich auf seinen Hocker, bereitet alles vor und bittet mich, mich in der Umkleide doch untenherum einmal frei zu machen. Schnell schlüpfe ich aus meiner Kleidung und trete zurück in den Raum. Mit einem gekonnten Aufstieg platziere ich mich im Stuhl. Die Beine links und rechts in den Halterungen, weit gespreizt, damit der Arzt auch alles sehen kann.

Er rückt mein Becken in die gewünschte Positionen. Fährt mit der Hand über meinen Bauch. Zwei Finger im Latexhandschuh schieben sich in mich und er beginnt die Bauchdecke mit leichtem Druck abzutasten. Er untersucht die Haut, streift sanft über meine Schamlippen.

„Es kann jetzt ein wenig unangenehm werden“, warnt er vor als er das Spekulum in mich führt und spreizt. Mit einem Stäbchen macht er einen Abstrich und ich finde den Druck kein bisschen unangenehm – ganz im Gegenteil. Er schaut sich mein Inneres genau an und nickt zufrieden. Um genauer untersuchen zu können, tauscht er das Spekulum gegen den Ultraschallstab, der tief in mich geführt wird. Auf dem Bildschirm erscheint Gebärmutter, Eierstöcke und die Blase und wieder nickt er zufrieden.

 

Es folgt der Wechsel. Jetzt bin ich untenrum angezogen und oben nackt. Er steht vor mir und betrachtet mich. Vorsichtig tastet er die Brust ab. Erst die linke, dann die rechte. Ich strecke meine Arme abwechselnd nach oben und er tastet wieder ab und nickt erneut.

Nach 15 Minuten ist die Untersuchung vorüber, alles so wie es sein sollte. Ein gutes Gefühl, doch insgeheim wünsche ich mir, dass er mich länger untersuchen würde, noch genauer, intensiver... Und ich freue mich schon jetzt auf meinen nächsten Check-Up.

 

Foto: © pixabay

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