Ich weiß nicht, was sich die meisten Menschen unter einem BDSM Stammtisch vorstellen. Denn wenn ich sage, dass ich den ein oder anderen besuche, bekommen die meisten große Augen und es werden einem die merkwürdigsten Fragen gestellt.

„Geht ihr in ein richtiges Restaurant?“ Ja, natürlich treffen wir uns in richtigen Lokalitäten, wir essen dort sogar richtiges Essen, trinken gemütlich Etwas zusammen und unterhalten uns. Und ja, es kann vorkommen, dass der ein oder andere Teilnehmer auch seine Fetischkleidung trägt. Warum denn auch nicht? Wir sind ja schließlich unter uns! Doch ich gehe dort auch in Jeans und Pulli hin und das interessiert auch niemanden. Beim Stammtisch darf jeder so erscheinen wie er mag.

Ja, wir tragen gerne unsere Kennungen zur Schau. Sowohl die Doms mögen diesen Anblick als auch wir Subs, die mit Stolz ihre Halsbänder tragen. Wir lachen gemeinsam. Erzählen uns von unseren Erlebnissen. Tauschen Empfehlungen oder verabreden uns für Unternehmungen, Partys, Events.

 

Ob wir spielen?

Es kommt ganz drauf an. Natürlich gibt es auch Play-Stammtische, das sagt ja bereits der Begriff. Dort geht es dann auch aktiv zur Sache, aber generell würde ich eher sagen nein. Dennoch hat der ein oder andere Spielsachen dabei. Wird der ein oder andere Teilnehmer auch mal benutzt oder gefesselt. Natürlich zuckt niemand zusammen, wenn plötzlich eine Gerte auf dem Tisch liegt, sondern man erkennt eher leuchtende Augen.

Wichtig ist, dass man sich wohlfühlt! Und ja, jeder Stammtisch ist ein bisschen anders, da er von den Teilnehmern geprägt wird. Ich habe bereits tolle Menschen dort kennengelernt, interessante Gespräche über Gott und die Welt geführt und da auch das Alter bunt gemischt ist, lernt man auch verschiedene Ansichten kennen.

Ich mag meine Stammtische, freue mich auf neue und bekannte Gesichter und ja, auch wenn man noch keine Erfahrung hat, aber die Neigung in sich verspührt, nimmt ein Stammtisch einen mit offenen Armen auf. Wir sind eine Gemeinschaft ohne Vorurteile, in der jeder das sein kann, was er möchte. In der man sich schätzt, aufeinander Acht gibt, Respekt hat. Noch ein Grund mehr, warum ich mich in der BDSM Szene so zuhause fühle.

 

Foto: © pixabay

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